Und das war die Infinity-Con

Meine Eindrücke von der Infinity-Con: zu wenig Besucher, zu hohe Standgebühr, stundenlanges Warten.


Wie eigentlich alle Cons, welche ich bis jetzt besuchen durfte, waren auch die Besucher und anderen Aussteller auf der Infinity Con total nett und spannend. Die Orga hingegen erschien mir eher wenig involviert. Nachdem Jim und ich unsere Ausstellerausweise an der Info abgeholt hatten, sahen wir die Orga-Mitglieder nur noch in ihren Pausen mal als Besucher vorbeischauen. Der Raum wurde von Angestellten des Maritim-Hotels geöffnet und abgeschlossen, und es gab auch keinen Anlaufpunkt oder Motivation dazu, ihnen hinterher auf Wiedersehen zu wünschen.


Der Verkaufsraum lag abseits der eigentlichen Geschehnisse der Con und hätte locker doppelt bis dreimal so viele Händler beinhalten können. Nicht, dass ich es noch mehr Leuten gewünscht hätte, Verluste zu machen. Viele der Besucher schienen nicht zu realisieren, dass wir überhaupt da waren, und unser Bitten um zusätzliche Beschilderung verpufften im Nichts.


Soweit ich es mitbekommen habe, hat einer der Stände tatsächlich gut verkauft. Leider war das nicht unserer. … Wobei ich hier nicht zu kritisch sein darf. Die Location war echt schick, die Leute, die uns gefunden haben, sehr freundlich, unsere Tischnachbarn spannend. Und für jede andere Con wären die erzielten Einnahmen durchaus gut gewesen. Bei dieser fraßen allerdings die horrenden Standgebühren und die Parkgebühren des Hotels meine komplette Gewinnmarge auf.
Der Star, von dem ich gehofft hatte, einen Blick auf ihn erhaschen zu können, war leider doch nicht dabei und alles in allem fühlte es sich beim Abbau an, als hätten wir grade ein Wochenende verschwendet.


Na ja, es kann ja nicht jede Con der Knaller sein. Ich habe gelernt, dass diese Art von Cons nicht das richtige und nicht genug Publikum anziehen und werde sie in Zukunft meiden. Nun hoffe ich, dass die nächste besser wird …

Hier ein paar Eindrücke:

Die Marburg Con war …interessant.

Die Marburg Con war ein Kontrast in Gegensätzen zur Leo Con. Das fing schon bei der Fahrt an. Samstag früh morgens fuhr ich los, diesmal über Landstraßen statt Autobahn. Gerade lugte zaghaft die Sonne über den Horizont und färbte den Himmel nach und nach in den schönsten Farben ein. Nebel lag über den Feldern und gab der langsam erwachenden Welt eine verträumte Aura. Es war eine entspannte Atmosphäre, die mich trotz einer zu kurzen Nacht davon überzeugte, dass es sich allein für diesen Anblick gelohnt hatte, so früh aufzustehen.
Leider stellte sich heraus, dass dieser erste Eindruck sich bewahrheiten sollte.


Die Marburg Con fand in einem Gemeindehaus statt, eine Ansammlung vieler Verkaufsstände und zahlreicher Lesungen in zwei Räumen, die meinem Gefühl nach jedoch nur wenig Besucher anzog. Vielleicht war es auch die direkte Konkurrenz, die meinen Erfolg schmälerte, denn immerhin war ich hier nur eine Autorin unter ganz vielen, und direkt neben meinem Standplatz bot der Science-Fiction Club Deutschland gerettete Bücher zu Schleuderpreisen an.
Meine Lesung zog zwar mehr Besucher an als irgendeine vorher, doch niemand kaufte hinterher ein Buch. So ein schlechtes Ergebnis hatte ich noch nicht vorzuweisen gehabt …


Immerhin waren meine Tischnachbarn sehr interessante Leute und auch viele der Besucher begannen, über die Handwerke des Schreibens und Verlegens mit mir zu fachsimpeln. Diese Gespräche und die abschließenden Preisverleihungen gaben mir das faszinierende Gefühl, dem Klassentreffen einer Parallelklasse beizuwohnen. Die vorwiegend aus Horrorautoren bestehende Gruppe war eben nicht ganz mein Tribe, doch der Gedanke, einen solchen Umgang mit Autoren meiner eigenen Nische beizuwohnen, erweckte in mir den Wunsch, diese zu finden und anzuknüpfen.

Alles in allem war die Marburg Con ein interessantes Erlebnis und was mir an Einnahmen entging, habe ich eventuell an Tipps und Erfahrung mitgenommen. Wie viel mir diese bringen werden, kann leider nur die Zukunft sagen.

Hier ein paar Eindrücke:

Die Leo Con war der Hammer!

Das Wetter auf dem Hinweg verhieß nichts Gutes. Erst peitschte strömender Regen über die Autobahn, dann vernebelte vom dichten Verkehr aufgestobene Sprühnässe die Sicht. Endlich, nach fast einer Stunde angestrengtem Aus-dem-Fenster-Blinzeln lag die Schlechtwetterfront hinter und zaghafter blauer Himmel und Sonnenschein vor mir. Dann kam Hannover. Immer wieder Abbremsen in Erwartung, gleich für Stunden im Stau zu stehen, gefolgt von hoffnungsvollem Beschleunigen. Doch geschafft. …Nein, doch nicht. …Und wieder von vorne. Eine weitere Stunde angestrengter Fahrt.


Als ich endlich in Braunschweig ankam, geistig platt und zugleich froh, pünktlich und bei gutem Wetter ausladen zu können, konnte ich nicht ahnen, wie entspannt und wunderbar der Rest des Wochenendes werden würde.
Mein Stand war nur einer von dreien auf der Conventus Leonis und direkt in dem Saal, welcher den Großteil der Rollenspielrunden beinhaltete. Tatsächlich war ich so nah dran, dass ein lieber GM mich abends bei seiner Shadowrun-Runde mitmachen ließ, obwohl ich regelmäßig aufsprang, um (potenzielle) Kunden zu bedienen. Begeistert von meinen schrägen Ideen und Herangehensweisen (Warum sollen wir in den supersicheren Knast einbrechen, wenn wir einen der Wachleute vorm nahen Puff abfangen und zur Mithilfe erpressen/bestechen können?), dass er mich sofort für seine Runde am folgenden Abend einlud.


Und was kann ich sagen, außer dass die Leo Con der absolute Hammer war?! Die Orga war superlieb, die Besucher total interessiert, das Rollenspielangebot schien (zumindest von meinem Sichtpunkt aus) sehr vielseitig. Ich habe so viele interessante Gespräche mit spannenden Menschen geführt und habe außerdem noch doppelt so viel verkauft wie auf meiner bisher erfolgreichsten Con!

Hier ein paar Eindrücke:



Also, wenn Ihr für nächstes Jahr noch eine coole Con sucht, kann ich die Conventus Leonis nur empfehlen!
Die Parksituation ist wohl etwas schwierig (ich hatte Glück und durfte auf einem der abgesperrten Plätze vor der Tür unterkommen),doch dafür gibt es die Möglichkeit, zu übernachten.
Also schreibt sie euch ruhig schon mal in den Kalender:

Das war die Wintercon

Die Wintercon war angenehm entspannt. Wir haben diesmal einen zentraleren Platz bekommen und damit mehr Durchlaufverkehr. Dafür musste ich dann bei den Lesungen etwas lauter werden. Denn ich habe direkt vor Ort gelesen, ein Auge auf den Stand, damit Jim auch mal wieder dem Rollenspiel frönen konnte.

Menschlich war es wieder supergut, die Orga der Rubicon wie immer sofort zur Stelle um mit allem zu helfen, was ging.

Leider war gefühlt recht wenig los oder wir haben diesen Markt ausgereizt … 😔

Ich denke, nächstes Jahr werde ich es auf größeren Conventions versuchen.